Alles was du über Infrarotheizungen wissen musst

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Was sind Infrarotheizungen?

Bei dieser neuen ökologischen Variante der Heizung handelt es sich um eine Elektroheizung. Technisch gesehen besteht sie einfach aus einem Heizpaneel, in dessen Inneren sich Drähte befinden, die mithilfe von Strom erwärmt werden.

Wer es noch genauer erklärt haben möchte, muss wissen, dass Infrarotstrahlung eine elektromagnetische Wärmestrahlung ist. Diese Strahlung wird von festen Körpern aufgenommen, gespeichert und kann auch wieder abgegeben werden. Die Sonne ist zum Beispiel die größte Infrarotquelle und so nimmt sich die Innovation Infrarotheizung ein Vorbild an der Natur.

Wie funktioniert die Infrarot Strahlung im Haushalt?

Bei herkömmlichen Heizungen (Konvektionsheizung) wird Raumluft durch Luftströme, den sogenannten Konvektionen, erwärmt. Damit sich der Körper aufwärmen kann muss zunächst die Luft erwärmt werden. Und erst dann kann der Körper die erzeugte Wärme aufnehmen.

Im Gegensatz dazu funktioniert die Infrarotheizung durch eine direkte Wärmestrahlung. Das bedeutet, dass Wände, Decken, Möbel und der menschliche Körper die Strahlenwärme direkt aufnehmen können. Es entsteht ein ähnlich angenehmer Effekt wie Sie es von Sonnenbaden kennen. Selbst die Gegenstände werden direkt durch die Strahlung aufgewärmt und können auch nach Abschalten der Heizung Restwärme abgeben.

Welche Einsatzgebiete gibt es?

Ein sehr großer Vorteil der Infrarotheizung besteht in den vielseitigen und abwechslungsreichen Anwendungsmöglichkeiten. Die vier wesentlichen Arten der Heizung sind die (1) Infrarot Fußbodenheizung, die (2) Infrarot Deckenheizung, die (3) Wand- oder auch Flächenheizung und die (4) Standstrahler.

Welche Materialien werden für Infrarotheizungen verwendet?

Im Hinblick auf das Material gibt es Modelle aus Keramik, Naturstein oder Marmor. Jedes Material bringt seine Vor- und Nachteile mit sich und man sollte je nach Gegebenheit der Räumlichkeiten abwägen, welches Modell am besten zu einem passt.

Keramik werden tendenziell heißer als Naturstein und Marmor und haben somit eine kürzere Aufwärmdauer (nur wenige Minuten). Beim Keramik hat man die idealen Bedingungen für die Ableitung der Wärmestrahlung, weswegen sich dieses Material sehr gut eignet. Hier kann die Wärme nicht ganz so lange gespeichert werden, weil es das Material nicht zulässt.

Beim Naturstein und Marmor hingegen kann die Wärme besser gespeichert werden, wodurch die Wärme auch noch nach Abschaltung ausgestrahlt wird. Das Besondere an der Naturstein Infrarotheizung oder Marmor Infrarotheizung ist die edle und authentische Erscheinung. Ein echter Hingucker in jedem Zimmer und behält trotzdem noch die übliche flache Bauweise der Infrarotheizung.

Was kostet eine Infrarotheizung? - Stromkosten vs. Heizosten

Wenn Sie nun die steigenden Stromtarife vor Augen haben seien Sie beruhigt! Denn die Wärme der Infrarotheizung kann 3 Mal länger gespeichert werden und ist somit viel weniger energieaufwändig. Denn gerade auch bei herkömmlichen Heizungen wird viel Wärme auf dem Weg durch das Rohrsystem verloren. Auch findet der Betrieb nur bei der Einschaltung des Stromes statt, wodurch der Verbrauch viel besser kontrolliert werden kann und nur dann auch gezahlt werden muss.

Wenn dann die Heizung noch mit Ökostrom betrieben wird, ist das Heizen zusätzlich wesentlich umweltfreundlicher, als das herkömmliche Heizen.

Pauschal lässt sich natürlich nur schwer sagen, wie hoch die Stromkosten im Jahr werden. Aber wer den ungefähren Verbrauch in seinem eigenen Heim ermitteln möchte, muss zunächst mithilfe der Wohnfläche ermitteln, welche Leistung die Heizung erbringen muss. Bei einer guten Isolierung kann man von einer Heizlast von 50 Watt pro Quadratmeter ausgehen. Wenn Sie diesen Wert auf Ihren Wohnraum hochrechnen, dann wissen Sie auch wieviel Leistung die Heizung erbringen sollte und können mit dem Strompreis und dem jährlichen Bedarf den Verbrauch errechnen.

Damit kommen wir als nächstes zur Anschaffung der Infrarotheizung. Diese ist nämlich im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizung um ein Vielfaches günstiger. Auch die Installation bedarf kaum Aufwand, weil sie lediglich an der Wand oder Decke angebracht und an den Stromkreis angeschlossen werden muss. Hinzu kommen eine sehr lange Lebensdauer und ein geringer Wartungsaufwand. Bei Ihrer Rechnung oben haben Sie bereits die Leistung für Ihre Heizung berechnet. Jetzt können sie je nach Raumgröße bestimmen, wie viel Watt die Heizung erbringen soll.



Hier haben wir einmal ein Beispiel für eine 60 m² große Neubauwohnung mit guter Isolation:

Preis (Stand 2017): 0,2986 € x jährliche Nutzungsdauer = Strompreis 

Stromkosten + Anschaffungskosten = Kosten in Jahr 1



Die gesamte Heizlast beruht sich dann auf ca. 3.000 Watt. Je nach Gegebenheit der Räumlichkeiten bräuchten Sie hier 6 Heizungen mit 500 Watt, 5 Heizungen mit 600 Watt oder auch 4 Heizungen mit 800 Watt. Bei unserem Angebot benötigen Sie nur rund 2.000 € für die Anschaffung und der jährliche Verbrauch würde sich grob auf ca. 3.000 € belaufen. Gerade wenn Sie noch ein veraltetes Heizsystem installiert haben und über eine Erneuerung nachdenken lohnt sich die Anschaffung der Infrarotheizung immens.

Der gesundheitliche Effekt

Wie auch beim Sonnenlicht empfindet der menschliche Organismus die Wärme der Infrarotstrahlung als sehr angenehm. Besonders angenehm wird es an einem kalten Tag nach Hause zu kommen, denn der Körper kann viel schneller aufgewärmt werden. Die Wärme wird vom Körper gespeichert, sodass auch schon geringe Temperaturen ausreichen. Zusätzlich wird damit auch der Stoffwechsel angeregt.

Perfekt für Allergiker

Außerdem bringt die Infrarotheizung einen positiven gesundheitlichen Aspekt mit sich. Sie ist perfekt für Allergiker, Asthmatiker und Kontaktlinsenträger, weil sie keine Luftzirkulation verursacht und somit keine Staubaufwirbelungen (Konvektionen) entstehen. Durch die Wärmespeicherung in den Wänden gibt es auch zusätzlich keinen Schimmel mehr, weil jede Ecke des Hauses von Feuchtigkeit verschont wird. Zudem ist die Luftfeuchtigkeit in den Räumen ausgeglichener, weil nicht mehr die Luft, sondern die Gegenstände erhitzt werden.

Ein funktionales Dekorationselement

Bei der Inneneinrichtung Ihres Hauses hilft die Infrarotheizung ebenfalls. Durch das schmale Design ist sie sehr platzsparend und um einiges unauffälliger als eine normale Heizung.

Vor allem die Motivheizung schmückt Ihre Wände als nützlichen, aber auch dekorativen Gegenstand. Sofern Ihr Haus gut isoliert ist, spielt es auch keine Rolle, in was für einem Haus sie leben. Die Infrarotheizung ist für Alt- und Neubauten geeignet und je nach Raum kann sie in verschiedenen Ausführungen verwendet werden. So bietet es sich zum Beispiel bei Altbauten mit hohen Decken sehr gut an, wenn man eine Deckenheizung einbaut. Denn hier würde normalerweise bei einer Heizung die ganze Wärme im oberen Bereich des Raumes verschwinden. Aber mit den Deckenstrahlern wäre die Wärme optimal im Raum verteilt.

Wenn Sie jetzt auch überzeugt sind, dass Ihrem Wohnzimmer, Büro oder anderen Räumlichkeiten noch eine Infrarotheizung fehlt, dann schauen Sie gerne bei unserer Auswahl an verschiedenen Varianten vorbei und schmücken Ihren Raum mit schönen Infrarotheizungen.